Wie wir zum Drohnenfliegen gekommen sind.

Februar 21, 2022
Posted in Imagefilm
Drohnen oder besser gesagt Multicopter sind mittlerweile zum Must-have jeder Filmproduktionsfirma geworden. Wo früher ein Helikopter für Luftbildaufnahme benötigt wurde, wird heute in der Regel eine Drohne eingesetzt.

Im Juni 2016 bekamen wir von dem Hamburger Investmenthaus reconcept den Auftrag, einen Film für den Vertrieb einer Kapitalanlage zu realisieren, die in Flusswasserkraftwerke in Kanada investiert. Den Imagefilm zum diesem neuartigen, hochinnovativen Ansatz können Sie sich hier ansehen…

In dieser Zeit kam gerade die neue DJI Phantom4-Drohne auf den Markt. Noch bis heute ist die Phantom4 eine fantastische Drohen. Sie lässt sich dank ihrer zahlreichen Assistenzsysteme hervorragend fliegen und liefert zudem atemberaubende Videoaufnahmen. Kurz vor Beginn der Reise nach Kanada entschlossen wir uns spontan, die Drohne zu kaufen – ein Investment, das sich absolut bewährt hat. So konnten wir damals in Kanada Aerials produzieren, die zuvor, wenn überhaupt nur mit einem Helikopter möglich gewesen wären. Bis zu diesem Zeitpunkt haben wir für derartige Dreharbeiten gerne einen Helikopter samt Kamerasystem und Operator gebucht. Nur waren unsere Kunden zunehmend – auch in Kenntnis der deutlich günstigeren Möglichkeit, mit einem Multicopter zu drehen – verständlicherweise nicht mehr in jedem Fall bereit, einen Helikopter für mehrere tausend Euro zu chartern, um dann wenige Sekunden beeindruckendes Material zu erhalten. In den Jahren zuvor, in denen es noch keine Drohnen gab, haben wir immer wieder beeindruckende Flugaufnahmen mit Helikoptern machen dürfen.

Zum Beispiel für Reedereien, die Aufnahmen von ihren Containerschiffen benötigten. Diese sind auch heute nicht in jedem Fall mit Drohnen umsetzbar. Diesen Film für HCI Capital haben wir beispielsweise in 2011 gedreht. HCI Capital (heute Ernst Russ AG) hatte damals einen Einschiff-Fonds mit einem gebrauchten Container-Schiff aufgelegt, das von der Reederei Oltmann aus Stade bereedert und von Peter Döhle aus Hamburg gemanagt wurde. Die Flugaufnahmen entstanden vor der Nordostküste Neuseelands auf Höhe der Bay Of Islands. Das Arrangement dieses Drehs war komplex. Die JPO LEO, so der Name des Schiffes, wollten wir ursprünglich kurz nach dem Auslaufen in Tauranga, ca. 150 km südöstlich von Aukland gelegen, drehen.

Leider machten unvorhersehbare Verspätungen im Hafen einen Strich durch die Rechnung. Statt am Tag lief die JPO LEO am Abend aus. Für uns bedeutete das, dass wir dem Schiff weiter nördlich nach Tagesanbruch aus Aukland startend folgen müssten. Und so ging es bereits um 05:30 Uhr in der Früh in die Luft. In enger Abstimmung mit dem Kapitän des Schiffes haben wir seine Route verfolgt. Gegen 07:30 Uhr – nachdem wir einmal zwischentanken waren – sind wir dann schließlich auf das Schiff rund 220 km nördöstlich von Aukland auf Höhe der Bay of Islands gestoßen. In rund 45 Minuten haben wir bei nicht ganz optimalen Lichtbedingungen sehr schöne Flugaufnahmen gemacht und das Schiff aus allen Winkeln und mit diversen Bewegungen eingefangen. Zusammengearbeitet haben wir damals mit https://www.tonymonkfilms.com, einem Familienunternehmen wie PanFilm es ist. Tony Monk ist der weltbekannte Chef-Pilot des Unternehmens, und sein Sohn Blair operated die Kamerasystem, egal ob Shotover, Cineflex oder ähnlich. In unserem Fall haben wir mit einer Cineflex in uncompressed 4:4:4 Auflösung gedreht. Am Ende waren unser Kunde, die HCI Capital, die Reederei Oltmann aus Stade und die Vertriebspartner äußerst zufrieden mit dem Film.

Helikopter und Drohnen haben unterschiedliche Vorteile und somit verschieden Einsatzgebiete. Drohnen sind durch Ihre Bauform wesentlich kleiner und erlauben es dem Piloten in engeren Räumen zu fliegen – Orte an denen ein Helikopter niemals fliegen könnte. Zum Beispiel in urbanen Räumen unter Einhaltung der EU-Drohnenverordnung.

PanFilm ist Spezialist im Bereich Immobilienfilme. Für viele unserer Kunden konnten wir mit Hilfe von Drohnen fantastische Bilder ihrer Objekte aus der Luft machen. Zum Beispiel für unseren langjährigen Auftraggeber KGAL, ein unabhängiger deutscher Investment- und Assetmanager mit Sitz in Grünwald, welcher in den Sektoren erneuerbare Energien, Flugzeuge und Immobilien tätig ist. Für deren Immobilien-Fachbereich wurden wir 2019 mit einem Imagefilm beauftragt. Für den Film haben wir in London, Prag und Leipzig architektonische Highlights aus der Luft und vom Boden abgelichtet.

Drohnen sind wesentlich leiser, umweltfreundlicher(durch Elektromotoren) und bergen ein geringeres Risiko für Menschen, da kein Pilot mehr an Bord erforderlich ist. Hingegen haben Helikopter wesentlich höhere Reichweite, erzielen erheblich höhere Höchstgeschwindigkeiten (zwischen 200 und 300 km/H), haben eine größere Nutzlast (können also größere Kamerasysteme tragen) und sind längst nicht so anfällig gegenüber Schlechtwetter. So können sie bei Regen, höheren Windgeschwindigkeiten und Minusgraden fliegen, wo eine Drohne schon längst fluguntauglich wäre.

Und trotzdem müssen wir feststellen, dass es seit dem Kauf unserer ersten Drohne keinen Grund mehr gab, einen Helikopter für Aerials zu nutzen. Mittlerweile ist es für uns unvorstellbar, auf dieses wunderbare Tool zu verzichten. Seit 2016 fliegen wir auf vielen Produktionen weltweit mit unseren Drohnen und kreieren für unsere Kunden fantastische Luftbildaufnahmen.

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